In der Diskussion unter <https://forum.etcogito.ru/thread-9> habe ich gemerkt, wie leicht man sich auf Erinnerungen verlässt, die sich später als ungenau herausstellen. Das Merkwürdige ist, dass die Sicherheit trotzdem bleibt — als wäre das Gefühl der Richtigkeit wichtiger als die tatsächlichen Fakten.
Vielleicht, weil das Gehirn eher Geschichten speichert als präzise Daten. Beim Erinnern rekonstruieren wir aus Fragmenten, Emotionen und Annahmen — und genau diese Mischung fühlt sich oft „echter“ an als das, was tatsächlich passiert ist. So entsteht eine Überzeugung, die sich hartnäckig hält, selbst wenn die Realität längst widerspricht.